Das erste Mal

…das wohl wichtigste Ereignis im jugendlichen Leben!

Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem es einfach passieren muss. Das erste Mal Sex im Leben. Lange Jahre zuvor jeden tag darüber nachgedacht wir es von den Liebeshungrigen Jugendlichen gar herbei gezwungen. Sobald die passende Person gefunden ist für den Akt der Zweisamkeit soll es möglichst schnell losgehen. Schließlich will man auch endlich sagen kann das man keine Jungfrau mehr ist. Man will mitsprechen in der Gemeinschaft und das Gefühl habe ein ganzer Mann oder eine ganze Frau zu sein!

Jedoch ist das Drängeln zum ersten Mal falsch. Zu oft sind Jugendliche auch deshalb enttäuscht vom ersten Geschlechtsverkehr. Folgend einige Merkmale, wann man reif genug ist um sein erstes Mal zu erleben

  • Wenn Sie über einen gewissen Zeitraum eine feste Freundin/einen festen Freund haben und Sie sich gegenseitig schon beim Petting Zärtlichkeiten ausgetauscht haben und Sie genau spüren, dass Sie jetzt mehr wollen.
  • Wenn es Ihnen schon öfter passiert ist, dass Sie so große Lust auf Sex hatten, dass Sie sich kaum noch zusammenreißen konnten.
  • Wenn Sie genau über Schwangerschaftsverhütung und Vorsichtsmaßnahmen in puncto Aids Bescheid wissen.
  • Wenn Ihre Familie aufgeschlossen ist und sie Sie nicht unter Druck setzen, wenn Sie früher als sie erwartet hatten, sexuelle Erfahrungen machen.

Auf keinen Fall hingegen sollten Sie jetzt schon sexuellen Kontakt haben wenn die folgenden Punkte auf Sie zutreffen

  • Wenn Sie eigentlich noch gar keine Lust darauf haben und wenn Sie nur der Meinung sind Sie müssten es mal ausprobiert haben.
  • Wenn Sie nur eine lockere Beziehung zu einem Mann/einer Frau haben und Sie sich engen Körperkontakt mit dem Partner noch nicht vorstellen können oder sich davor scheuen.
  • Wenn Sie Freunde immer wieder anstacheln. Dass Sie es jetzt endlich auch mal probieren sollten. Hören Sie nicht darauf sondern hören Sie auf Ihr Inneres! Lassen Sie sich nicht überreden.
  • Wenn Sie sich ausmalen können, wie Ihre Eltern darauf reagieren wenn sie davon erfahren. Müssten Sie dann mit großen Problemen rechnen, mit denen Sie nicht fertig würden, schieben Sie es lieber noch ein bisschen auf.

Wenn Sie sich nun wirklich sichern sind mit Ihrem Partner zu schlafen, dann nehmen Sie sich viel Zeit für die Vorbereitung. Zur Vorbereitung gehört unter anderem, dass Sie zusammen über das Thema Sex ganz offen reden. Fragen Sie sich gegenseitig was gewünscht ist, wo absolute Tabus stehen und welche Freiräume es beim Liebesspiel gibt. Überlegen Sie sich wie Sie sich das erste Mal genau vorstellen. Fragen Sie sich wo es passieren soll, wann und wie Sie für die passende Stimmung sorgen können. Zum Gespräch sollte in jedem Fall auch das Gespräch über die Verhütung gehören. Überlegen Sie gemeinsam welche Verhütungsmethoden für Sie in Frage kommen. Am besten ist es, dass sich beide Partner darum kümmern und auch beide Partner verhüten. Der Mann mit dem Kondom, dadurch ist der Schwangerschaftsschutz und der Krankheitsschutz gewährleistet, und die Frau zusätzlich mit der Pille.

Wichtig ist es zudem sicher zu sein, dass Sie am Ort des Geschehens ungestört sind. Sie sollten sich dort Wohlfühlen. Zu Hause in Ihrem Zimmer oder im Zimmer des Partners ist der ideale Platz um erstmals miteinander intim zu werden. Am besten ist es, wenn Sie alleine zu Hause sind und sicher sein können, das niemand dazu platz oder an der Tür klopft. Wer noch zu Haus wohnt hat Glück wenn er verständnisvolle und aufgeschlossene Eltern hat, die natürliche sexuelle Bedürfnisse ihrer Kinder nicht unterdrücken, sondern auf gesunde Weise fördern. Mit ihnen können Sie wahrscheinlich auch offen darüber reden was Sie bewegt. Solche Eltern ersparen ihren Kindern Ausreden, Heimlichtuereien und ungemütliche Liebensabenteuer in der freien Natur oder anderen weniger geeigneten Orten. Nichts gegen romantische Stunden auf der Parkbank oder im Wald – doch man könnte dort jederzeit gestört oder von jemand entdeckt werden.

Hauptsache ist, dass gerade das erste Mal unter möglichst bequemen und entspannten Bedingungen sowie ohne Zeitdruck zustande kommt, damit Sie ein befriedigtes Erlebnis haben, an das Sie sich gerne auch später noch ohne grauen zurückerinnern. Setzen Sie sich zudem nicht unter Erfolgsdruck, erwarten Sie nicht zu viel voneinander, sondern nehmen Sie es wie es kommt und sich ergibt. Wenn für die richtige Verhütung gesorgt ist muss auch keine Angst vor dem erstem Mal bestehen.

Der Geschlechtsverkehr ist eine sehr intime Form des Kontaktes zwischen zwei Menschen und unterscheidet sich von Petting nur dadurch, dass der Mann sein Glied in die Scheide der Frau einführt. Die biologische Funktion dieses Vorgangs besteht darin, dass die Frau auf diese Weise schwanger werden kann. Die meisten Paare aber tun dies in der Linie, weil sie so am besten und intensivsten ihre Gefühle füreinander ausdrücken können. Wenn Sie beim Petting ausgiebig kuscheln und Sie sich gegenseitig streicheln, dann sind Sie beide irgendwann sexuell erregt. Das fällt besonders bei Männern deutlich auf, denn das Glied füllt sich mit Blut und wird steif. Es richtet sich auf, sodass es vom Körper wegsteht. Bei der Frau schwillt die Klitoris an, tritt stärker hervor und die Scheide wird sehr feucht, sodass der Penis besser hineingleiten kann. Je mehr ihre Erregung steigt, desto mehr tritt die Klitoris zurück, und die Schamlippen werden dunkler und größer.

Wenn Frau und Mann nun miteinander schlafen wollen, helfen sie meistens mit der Hand nach, das steife Glied in die Scheide einzuführen. Ein erregter Penis ist im Durchschnitt etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter land, die dehnbaren Scheide passt sich ihm in jedem Fall perfekt an. Sie sehen, Glied und Scheide sind füreinander geschaffen wie Schlüssel und Schloss. Sind Sie mit Ihrem Penis in die Scheide eingedrungen (man nennt das auch Penetration) dann bewegen Sie sich fast automatisch im gleichen Rhythmus hin und her, was die Lust noch steigert. Der Penis wird dabei durch die Reibung gegen die Scheidenwände stimuliert. Die Klitoris wird nicht direkt gereizt, sodass du als einfühlsamer männlicher Partner ein bisschen mit der Hand daran herumspielen sollten, damit Ihre Partnerin mehr von dem Zusammensein hat. Außerdem weis sie dann, dass Ihnen etwas daran liegt, wie sie sich dabei fühlt. Sie kann ihre Klitoris aber auch selber stimulieren, damit sie genauso auf ihre Kosten kommt wie Sie.

Viele Männer und Frauen sind enttäuscht von ihrem ersten Mal. Sie haben es sich anders erträumt als es dann verlaufen ist. Und sie haben vor allem umsonst auf einen Orgasmus gewartet. Männer meinen oft, versagt zu haben, wenn die Partnerin ihrer Meinung nach nicht zum Gipfel der Lust gelangt ist. Dazu sollten Sie wissen, dass sich die Fähigkeiten, einen sexuellen Höhepunkt zu erreichen, erst im Laufe der Jahre entwickeln muss, vor allem bei Frauen. Das hat sehr viel mit der seelischen Bereitschaft zu tun, völlig loszulassen. Das fällt Frauen oft schwer, zum Beispiel dann, wenn der Mann gedroht hat, sie zu verlassen, wenn sie nicht mit ihm schläft. So ein Zwang tötet jede Liebe und von so einem intimen Zusammensein hat am Ende keiner von beiden etwas.

Aber auch wenn beide innerlich bereit sind und es wollen, kann es passieren, dass nachher beide enttäuscht sind. Es gibt eben keine Garantie für glückliche Sexualität. Sie können jedoch sicher sein, dass Sie jedes Mal ein bisschen mehr dazulernen. Viele Paare müssen sich auch im Bett erst einmal aneinander gewöhnen, aber je besser Sie sich kennen, umso schöner und intensiver kann es mit der zeit werden.

Möglicherweise sind Sie auch total aus dem Häuschen nach dem ersten Mal und könnten die Welt umarmen. Dann genießen Sie es! Es kann aber auch sein, dass auf einmal Zweifel in Ihnen keimen, ob es richtig war, das zu tun. Vielleicht, wenn das Mädchen, dem Sie vertraut haben, nach dem ersten körperlichen Zusammensein mit Ihnen nichts mehr zu tun haben will? Keine Frage: Das tut weh, muss aber nicht unbedingt etwas mit Ihnen und Ihrer Qualität im Bett zusammenhängen. Vielleicht schämt sie sich auch dafür, dass sie sich Ihrer Meinung nach dumm angestellt hat. Sie sollten lieber darüber reden, anstatt sich schweigend voneinander zu entfernen und nur peinlich berührt zu sein.

Niemand kann Sie vor dem Schmerz bewahren, wenn das erste Mal nicht so toll ist. Sie müssen da durch. Deshalb lernen Sie Ihren Partner erst einmal genauer kennen, bevor Sie mit ihm intim werden. Sie sind meinst beim erstem Mal noch so jung, dass Ihre Erfahrungen eben erst gesammelt werden müssen. Jeder Mensch erlebt sein erstes Mal auf eine ganz persönliche, eigene Weise. Und diese Erfahrung gehört dazu. Sie gehört Ihnen. Nur Ihnen. Sie können auch sicher sein, dass sie sich nicht wiederholen wird. Denn jedes Mal läuft Sexualität zwischen zwei oder mehreren Partnern anders ab. Und Sie stehen beim ersten Mal erst ganz am Anfang.

Wir verwenden gerade sehr oft die Begriffe Geschlechtsverkehr und Sex. Viele meinen es ist das gleiche und so entsteht die Annahme, dass Sex ohne Geschlechtsverkehr kein Sex ist. Das ist falsch. Sex heißt nicht unbedingt auch Geschlechtsverkehr. Es gibt viele Paare, die regelmäßig intim sind, ohne dass der Mann mit seinem Penis in die Scheide der Frau eindringt. Sie erregen sich auf andere Art und der Orgasmus, den sie erleben, ist genauso befriedigend wie beim Geschlechtsverkehr. Oft ist er sogar noch schöner, weil der Druck wegfällt, dass damit eine Schwangerschaft ausgelöst wird. Das wird auch oft als „Safer Sex“ bezeichnet.

Eine ganz interessante Frage, die sich vor allem die Männer vor dem ersten mal stellen, aber auch sehr oft die Frauen, ist die, welche Stellung den am besten für das Liebesspiel geeignet ist. Das lässt sich im Grunde nicht beantworten. Jedes paar macht es so, wie es gerade will und Spaß daran hat. Zwei Liebende werden sich da sehr schnell einig. Lassen Sie sich nicht irremachen von alle den Liebesstellungen, die in vielen Büchern beschrieben werden. Letztlich sind sie alle nur geringe Abwandlungen einiger weniger Grundstellungen, die der Körperbau des Menschen zulässt. All die anderen Turnübungen können natürlich auch Spaß machen und sollten mal ausprobiert werden, aber zu ernst nehmen sollten Sie diese nicht. Wer will schon auf Dauer im Kopfstand miteinander verkehren, wie die klassischen Liebeslehrbücher Arabiens und Indiens es empfehlen? Er reicht auch, wenn zum Beispiel der Kopf etwas über die Bettkante hängt. In der Regel findet jedes Paar seine Lieblingsstellungen bald ganz von selbst, ohne zuvor darauf hinzu trainieren.

Die meisten Paare schlafen in der Missionarsstellung miteinander, weil man sich dabei ansehen und küssen kann. Die Frau liegt mit gestreckten und gespreizten Beinen auf dem Rücken, der Mann auf ihr. Er dringt von vorne in sie ein, die Klitoris wird dabei kaum gereizt. Zieht die Frau aber ihre Beine an und legt sie um den Mann, kann er mit seinem Glied tiefer in die Scheine eindringen. Auch der Kitzler der Frau wird dabei stärker gereizt. Schließt die Frau nach Einführen des Penis die Oberschenkel und streckt die Beine aus, die dann zwischen denen des Mannes liegen, kann er zwar nicht so tief eindringen, aber dafür wird die Klitoris besser stimuliert.

Der Mann liegt auf dem Rücken, die Frau setzt sich auf ihn, sodass sie ihn anschauen kann. Mann nennt diese Position auch Reitlage. Dabei kann sie sich frei bewegen und er kann tief eindringen. Diese Stellung ist besonders für müde und dickere Männer gut geeignet, die Problem haben, bei der Missionarsstellung ihr Gewicht mit den Armen aufzufangen. Beugt sich die Frau nach vorne über den Mann, kann sich das Paar küssen und umarmen und sie behält aktiv die Rolle. Ist die Frau größer und beugt sich nach vorne kann der man gleichzeitig zum Beispiel ihre Brüste mit der Zunge belecken und sich so zudem befriedigen.

Die Klitoris wird auch besonders stark gereizt, wenn beide seitlich aneinander liegen und sich das Gesicht zuwenden. Allerdings kann das Glied nicht tief eindringen. Liegt das Paar hintereinander und sie hat die Beine zu ihrem Körper hochgezogen, wird der Kitzler kaum mit einbezogen, und das Glied kann auch im nur schwach erigierten Zustand eingeführt werden.

Viele Frauen glauben, für Männer sei Sexualität hauptsächlich eine Sache der persönlichen Befriedigung. Das mag früher überwiegen so gewesen sein, doch modernen Männer von heute liegt in der Regel sehr viel daran, dass auch ihre Partnerin sexuelle Erfüllung mit ihm findet. Leider geben Männer nur viel zu selten zu, dass es ihnen eine Menge bedeutet, genau mit dieser einen Frau intim zu verkehren. Sie fürchten oft, unmännlich zu wirken, wenn sie sich dazu bekennen und trennen nach außen körperliche und seelische Hingabe. Wenn sie jedoch in der Lage sind, beides zu vereinen, so wie Frauen das meistens tun, dann erleben natürlich auch Männer eine extra Qualität an sexuellem Hochgefühl.

Hier noch einige wichtige Verhaltensregeln für das Liebesspiel:

  • Besprechen Sie möglichst vorher, was Sie alles tun wollt!
  • Tun Sie nichts, wofür Sie sich schämen. Es ist dann nicht das Richtige für Sie und sollte nicht erzwungen werden!
  • Lassen Sie sich zu nichts breitschlagen, was Sie eigentlich nicht wollen. Wenn Sie sich für irgendwelche Experimente nicht gewachsen fühlen, stehen Sie dazu und sagen Sie das auch!
  • Versuchen Sie nicht Ihren Partner zu etwas zu verführen, worauf er keine Lust hat.
  • Hören Sie auf, wenn Sie wollen, dass an irgendeinem punkt nicht weitergemacht werden soll. Gefühle und Wünsche des anderen sollten in der Sexualität immer respektiert werden.
  • Was dem anderen wehtut, in irgendeiner Form gefährlich oder schädlich sein könnte, sollten Sie lassen und umgekehrt auch für sich ablehnen.

Geschlechtsverkehr heißt nicht immer, dass der Mann den Penis in die Scheide der Frau einführt. Es gibt weitere Formen des Geschlechtsverkehrs. Oft beklagen sich Männern, dass ihre Partnerinnen ihnen bestimmte sexuelle Wünsche nicht erfüllen wollten. Dabei meinen sie meistens, dass sich viele Frauen weigern, scheuen oder ekeln, ihren Penis zu küssen oder in den Mund zu nehmen. Auch nicht alle Frauen wollen ihren Partner am After anfasse oder es zulassen, dass er sein Glied in ihren Anus einführt. Beide Vorgänge erscheinen sehr vielen Frauen äußerst gewöhnungsbedürftig und hemmen sie.

Dennoch – wie bereits mehrfach erwähnt: Am wichtigsten ist, dass keiner von Ihnen beiden etwas tut und zulässt, was er eigentlich nicht will. Nur wenn Sie sie damit nicht immer wieder nerven, wird Ihre Partnerin vielleicht ganz von selbst Lust auf Experimente beim Liebesspiel bekommen, die sie unter Drängen möglicherweise ablehnt.

Wenn eine Frau den Penis eines Mannes mit dem Mund liebkost, nennt man das allgemein Oralsex; in dem speziellen Falls, dass sie mit dem Mund befriedigt, spricht man von Fellatio. Zeigen Sie ihrer Freundin sehr behutsam, wie sie Ihren Penis küssen darf. Sie weiß ja nicht, was Sie dabei empfinden und was sie genau machen soll. Achten Sie darauf, dass Ihr Penis sauber ist, auch unter der Vorhaut. Das ist nicht nur hygienischer, sondern beugt auch der Übertragung von Krankheitskeimen aus dem Smegma vor.

Wenn Sie Ihre Partnerin im Intimbereich küssen oder liebkosen wollen, und sie mag das auch, nennt man das Cunnilingus. Manche Männer trauen sich nicht, es zu tun, weil sie den Frauen nicht zu nahe treten wollen oder zu schüchtern sind. Am besten ist es Sie tasten sich vorsichtig voran, und wenn sie nicht will, dass Sie ihre Klitoris mit Ihrer Zunge stimulieren, wird sie Ihnen das in irgendeiner Form sicher zu verstehen geben. Manchmal haben Frauen auch nur Angst, dass sie unten herum übel riechen. Doch bei täglicher Intimwäsche haben sie einen ganz natürlichen weiblichen Körpergeruch, den die meisten Jungen sogar anregend finden. Sagen Sie Ihrer Freundin einfach, dass Sie sie gerne riechen. So können Sie ihr die Hemmungen nehmen.

Eine weitere Form des Geschlechtsverkehrs ist der Analsex. Vielleicht kommt das für Sie überhaupt gar nicht in Frage, dennoch wollen wir es hier nicht ausklammern. Viele Menschen empfinden nämlich große Lust dabei, wenn sie im Bereich um und direkt am und im After berührt werden. Sie mögen es auch, wenn Penis oder Finger in die kleine Öffnung eindringen. Da der After aber nicht für den Geschlechtsverkehr geschaffen ist, und damit keine Schmerzen oder Verletzungen verursacht werden, ist es sinnvoll, eine Gleitcreme zu verwenden. Die Darmschleimhaut ist sehr empfindlich, es kommt daher bei Analverkehr oft zu Rissen im Gewebe. Dadurch können leicht Infektionen entstehen, vor allem aber wird das Aidsrisiko stark erhöht. Deshalb sollte bei dieser Form der Sexualität immer ein Kondom benutzt werden.

Frauen stehen auf diese Praktik meist überhaupt nicht. Wenn Ihre Partnerin es ablehnt von hinten mit Ihnen sexuell zu verkehren, dann nehmen Sie das hin und bequatschen Sie sie nicht immer wieder von neuem damit. Hat sie aber Lust dazu, sollten Sie Ihren Penis danach waschen, vor allem dann, wenn Sie mit Ihrer Partnerin gleich weitermachen wollen. Sie könnten sonst Bakterien der andere Krankheitserreger in die Scheide einschleppen. Es ist nicht Pflicht, alles mal ausprobiert zu haben. Finden Sie mit Ihrem Partner aber Gefallen an den soeben beschriebenen Praktiken, dann grübeln Sie nicht darüber nach, ob Sie etwas abartiges oder perverses sind. Nehmen Sie es wie es ist und genießen Sie es. Mit den nötigen Vorsichtsmaßnahmen sind Sie gut gewappnet. Analsex ist ebenso wenig verboten oder schmutzig wie Oralsex.

Schließlich gibt es noch ein Problem, was vor allem in der Presse immer für die ein oder andere Berichterstattung gut ist. Es ist der Orgasmus, der des Öfteren doch einfach mal vorgespielt werden soll. Meistens von Frauen, die nicht genügend von ihrem Mann befriedigt werden. Dieses Ereignis des hemmungslosen Vorgestöhne soll in der Regel dann beginnen, wenn man schon länger mit einem Partner zusammen ist und eigentlich nur noch die schnelle, fast schon einstudierte, Nummer abzieht. Der Mann ist dann fertig sobald er seinen Orgasmus hatte. Und damit die oft genervte Frau nicht irgendwelche Vorwürfe hören muss, macht sie fröhlich mit. Auch wenn sie wirklich nicht befriedigt wird.

Dies ist natürlich kein Beispiel für das erste Mal. Oft verläuft das anders. Doch auch viele Frauen bekommen beim ersten Mal keinen Orgasmus und wollen den Mann nicht enttäuschen. Deshalb täuschen sie ihn vor, wie sie doch schon so oft davon gehört haben.

Um guten Sex aber auch für die Zukunft, wenn mehrere Jahre die Partnerschaft besteht, zu sichern, sollten beide Partner in jedem Fall immer (!) offen über aktuelle Probleme bei der Sexualität reden. Gemeinsame vorlieben können so praktiziert werden und wünsche erfüllt werden. Neues hält das Liebesleben immer auf den neusten Stand und läst keine Routine aufkommen.

Deshalb: Auch wenn beim erstem, zweiten und dritten mal einer von beiden nicht befriedigt wird, ruhig darüber sprechen und gemeinsam nachdenken wie sich das Problem lösen lässt.