Homosexualität
Homosexualität ist in Zeiten größerer Toleranz ein großes
Thema im öffentlichen, sozialen und sexuellen Leben. Und das ist auch gut so
würde Berlins schwuler Bürgermeister Wowereit wohl zu
recht sagen. Wir leben im modernen 21-Jahrhundert. Die Heirat zwischen
gleichgeschlechtlichen ist mittlerweile auch in Deutschland möglich und auch
dadurch steigt die Akzeptanz stündlich.
Diese Toleranz ist für Schwule und Lesben gerade deshalb
wichtig um zu sich selber stehen zu können. Trotz steigender Comming-Out-Zahlen hält der Großteil der Homosexuellen ihre tatsächliche
sexuelle Ausrichtung geheim. Zu groß ist die Schwarm vor bösen Blicken oder
unangenehmen Kommentaren. Und gerade dieses Verhalten ist für Andersorientierte
besonders schlimm. Es wird zu einem psychologischen Problem, an dem nicht
wenige kaputt gehen. Das Leben wird oft zu einem Geheimnis und zu einem harten
Kampf, damit ja keiner herausbekommt das sie auf Männer bzw. Frauen stehen.
Durch diese Geheimhaltung geht die Lebensqualität verloren.
Und dabei ist es sehr wichtig sich frei zu entfalten und zu sich zu stehen.
Rein statistisch gesehen gibt es eindeutig mehr Schwule
als Lesben. In der Relation gesehen sind Frauen in Hinsicht ihrer sexuellen
Orientierung zum gleichen Geschlecht offener als Männer. Dies steht sicherlich
in Zusammenhang mit der von Grund auf in die weiblichen Gene gelegte Offenheit.
Frauen stehen schneller zu sicht als Männer. Männer denken immer sie müssten
dem Idealbild des Geschlechts entsprechen. Dabei tut dies kaum ein Mann. Macho
muss man sein, so ist die Vorstellung. Dabei wäre doch alles wirklich viel
einfacher wenn jeder zu dem stehen würde was er ist, unabhängig von der
geschlechtlichen Ausrichtung.
Noch stärker als bei Erwachsenen ist das Problem bei
Jugendlichen angesiedelt. Und auch hier wieder markanter beim männlichen als
beim weiblichen Geschlecht. Die so diskriminierenden Jugendlichen geben
Schwulen und Lesben noch weniger Chancen offen zu Leben. Den hier müssen sie
erst recht mit blöden Kommentaren und vielsagenden
Blicken rechnen.
Ein weiteres Problem ist die ältere Generation. Sie sind
noch viel verkrampfter in dieser Hinsicht. Verständlich. Zumal sind
Homosexuelle ein Personenkreis, der sich erst in unserer modernen, jungen und
dynamischen Zeiten entwickelt hat und früher undenkbar gewesen wäre. Zum einen
gab es zu Zeiten unserer Omas und Opas kaum Schwule und Lesben und wenn da
hätte es natürlich nie im Leben jemand zugegeben. Dies war eine Schande, die im
Mittelalter sogar mit dem Tod gestraft wurde.
Fakt ist allerdings zu aller Vorteil, dass diese Momente
vorbei sind und die Akzeptanz von Stunde zu Stunde wächst. Und dies muss auch
so sein. Kein Mensch, egal wo und egal wie er ist, sollte in seinem Leben
eingeschränkt werden weil einigen Leuten seine Eigenschaften nicht passen.
Hätte die Gruppe der Homosexuellen mehr Selbstvertrauen, dann würde die
Situation sicherlich anders aussehen. Eine noch offenere und akzeptable
Menschheit wäre der Fall. Dies ist ein Punkt an dem sicherlich noch gearbeitet werden
muss. Ein gutes Beispiel sind hier ausnahmsweise mal die Politiker, die zu
Recht einen ersten Schritt mit der Erlaubnis der Eheschließung für Homosexuelle
getan haben.
Jeder sollte einfach einmal darüber nachdenken, wie er
sich fühlen würde, wenn seine sexuelle Ausrichtung oder ganz allgemein, eine
Eigenschaft von jemandem, mal wieder mit dummen Kommentaren oder folternden
Blicken gestraft wird!
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