Verhütung Teil 1

Lesen Sie über die Möglichkeiten sich bei der schönsten Sache der Welt vor ungewollten Schwangerschaften zu schützen und die Ansteckungsgefahr von Geschlechtskrankheiten zu verringern.

Sexualität gehört zu den schönsten Sachen in unserem Leben. Sex wurde den Menschen von Gott auf den Weg gegeben und dient mittlerweile nicht nur zu Fortpflanzung sonder größtenteils zum eigenen Vergnügen.

So schön die Gefühle des Liebesspiels auch sind, gefahren gibt es auch hier. Täglich werden ca. 50.000 Frauen ungewollt schwanger, zunehmend handelt es sich dabei um jüngere Semester, die die Konsequenzen nicht wahrnehmen wollen und deren Aufklärung zu sperrig ist.

Verheerender als die ungewollte Befruchtung sind jedoch Geschlechtskrankheiten. Vor allem sind diese in den Ländern der so genannten „3. Welt“ und den Entwicklungsländer verbreitet. Dort ist Verhütung ein Fremdwort und die wenigen Aufklärungsaktionen gemeinnütziger Organisationen sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Folgend werden Ihnen die effektivsten Verhütungsmethoden für Mann und Frau näher gebracht und die verschiedenen Vor- und Nachteile aufgezeigt.

Kondom

Das zweitsicherste Verhütungsmittel weltweit ist das Kondom. Es verhindert nicht nur in 93 Prozent aller Fälle das Frauen ungewollter Weise vom männlichen Sperma befruchtet werden (indem es gar nicht erst in die Scheide gelangt) sondern bietet auch als alleinige Methode Schutz vor der Fülle an Geschlechtskrankheiten.

Über den Penis gestreift ist es nicht jedem Manne freudig. Viele stören sich an einer leicht verringerten Gefühlstiefe und empfinden einen Einschnitt in ihre Manneskraft bei Nutzung des Kondoms.

Kondome bestehen in der Regel aus Latex, auf das einige Männer und Frauen allergisch reagieren. Allerdings ist das keine Ausrede für die Männer sich mit dem Kondom auch an der Verhütung zu beteiligen. Für Allergiker gibt es seit einigen Jahren latexfreie Lümmeltüten.

Mit dem Preis von ca. 0,70 Euro pro Stück ist das Kondom ein relativ günstiges Verhütungsmittel. Kaufen kann man es in vielen Supermärkten, Drogerien, der Apotheke und von Automaten. Von Billigkondomen sollten Sie abstand halten. Meistens sind diese von minderwertiger Qualität. Achten Sie auf das „dlf“-Qualitätssiegel, das geprüfte Qualität bestätigt. Jedes einzelne mit diesem Siegel ausgestatte Kondom wurde vor Verkauf elektronisch getestet!

Auch auf die Lagerung dieses Verhütungsmittels sollte wert gelegt werden. Lichtintensive und warme Lagerung wirkt sich nachteilig auf die Beständigkeit des Kondoms aus.

Zuletzt noch ein Hinweis: Nehmen Sie abstand von Spaßkondomen, die in den verschiedensten Formen erhältlich sind. Diese sind oft schlecht verarbeitet und können den Anforderungen eines ausreichenden Schutzes beim Geschlechtsverkehr nicht bestehen. Gegen Kondome mit Aroma, verschiedenen Farben oder Noppen ist hingegen nichts einzuwenden.

Pille

Die Pille ist mit 99 Prozent das sicherste Verhütungsmittel was unsere Gesellschaft derzeit kennt. Von der Frau täglich eingenommen verhindert sie den Eisprung und das Reifen des Eis. Vorteilhaft ist die gleichzeitige Regelung des Zykluses der Frau.

Da die Pille ein Medikament ist bringt sie typische Nebenwirkungen mit. Von Kopfschmerzen bis Krämpfen können Frauen sehr verschiedene auf die Hormontablette reagieren. Ein weiterer Nachteil ist die erhöhte Thrombosegefahr. Zudem ist die Pille für nikotinabhängige Frauen weniger geeignet.

Erhältlich ist die Pille nur in der Apotheke mit Rezept des Frauenarztes. Zahlen muss man für eine 6er-Packung ca. 20 – 30 Euro.

Die größte Sicherheit, vor allem auch vor Krankheiten, bietet eine Kombination aus Pille und Kondom. Somit sind auch beide Partner in die Verhütung eingebunden.

Pille danach

Die Pille danach ist eine Notlösung sofern beim Geschlechtsakt eine Panne passiert ist. So kann sie maximal 48 Stunden nachdem, beispielsweise das Kondom geplatzt ist oder die Pille vergessen worden ist, eingenommen werden und bietet dann ebenfalls noch 99 Prozent Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Mit der Wirkungsweise der Verhinderung einer Einnistung des Eis ist die Pille danach die Rettung vor der Abtreibung, wenn den die Panne innerhalb des genannten Zeitraumes bemerkt wird. Aber Achtung: Dieses Medikament ist eine absolute Hormonbombe!

Erhältlich ist die Pille danach lediglich beim Arzt!

Spirale

Die Spirale ist mit 97 Prozent Sicherheit sogar sicherer als das Kondom, kann allerdings nicht gegen Krankheiten schützen.

Um diese Verhütungsmethode nutzen zu können, wird vom Arzt ein ca. 3,5 cm kleines Gebilde aus Kunststoff in die Gebärmutter der Frau eingesetzt. Dieses Gebilde, die Spirale, verhindert dann die Einnistung eines befruchteten Eis in der Gebärmutter. Dort kann die Spirale dann 3 – 4 Jahre bleiben und ist mit dem Preis von ca. 50 Euro und des genannten Zeitraumes ein günstiges Mittel der Verhütung.

Nachteilig besteht die Gefahr von Unterleibsentzündungen. Zudem ist die Spirale für junge, noch nicht ausgewachsene Mädchen ungeeignet.

Diaphragma

Das Diaphragma wird vor dem Verkehr in die Scheide eingeführt und vom Arzt angepasst. Damit verhindert dieser Gummilappen, dass Samenzellen in die Gebärmutter gelangen. Diese Methode bietet 97 Prozent Sicherheit, allerdings nur mit der samenabtötenden Creme.

Vorteilhaft ist, dass das Diaphragma keine Nebenwirkungen hat und Frauen ihren Körper näher bringt. Allerdings ist es wichtig, dass das Diaphragma richtig sitzt, was viel Übung erfordert.

Preislich liegt diese Methode bei 15 – 30 Euro und hält 1 – 2 Jahre. Die Creme kostet ca. 5 Euro und ist in der Apotheke erhältlich.

Drei-Monats-Spritze

Die Drei-Monats-Spritze hemmt den Eisprung. Diese Methode ist sehr bequem, da man sich lediglich alle drei Monate spritzen lassen muss. Außerdem ist die Spritze mit 99 Prozent, für den Zeitraum von drei Monaten, sehr zuverlässig.

Allerdings verträgt nicht jede Frau die Spritze. Sie hat viele Nebenwirkungen und bringt Zyklusstörungen mit sich.

Erhältlich ist die Spritze nur beim Arzt.